„Sie sind uns nicht egal!“ - so lautet das Motto des diesjährigen Diakonie-Sonntags, der in manchen Kirchgemeinden schon am vergangenen Sonntag gefeiert wurde. Im Kirchenbezirk Meißen-Großenhain gibt es in diesem Jahr zum ersten Mal einen zentralen Gottesdienst für die Mitarbeitenden der Diakonie im Meißner Dom. Sehr erfreulich ist, dass sich über 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von verschiedenen diakonischen Trägern angemeldet haben, denen auch die Möglichkeit der Segnung angeboten wird. Passend zum Diakonie-Sonntag wird auch die Bibel-Lesung vom „Barmherzigen Samariter“ sein; Superintendent  Andreas Beuchel wird die Predigt halten. Unter anderem geht es um den Wochenspruch, wo Jesus sagt (Matthäus 25,40) : „Was ihr getan habt einem von diesen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan“. Auf die Frage, was wir denn alles unseren bedürftigen Geschwistern gegenüber tun können, folgen in der Bibel Beispiele wie: Hungrige speisen,  Fremde aufnehmen, Nackte kleiden, Kranke pflegen aber auch Gefangene besuchen. Letzteres ist in diesem Jahr als Hauptthema aufgegriffen worden. - Um was geht es? In den Justizvollzugsanstalten (JVAs) – im Volksmund „Gefängnis“ – leben und arbeiten Menschen: Gefangene wie Bedienstete. Die Menschen in Haft befinden sich aus den unterschiedlichsten Gründen im Gefängnis - es beginnt bei kurzen „Ersatzfreiheitsstrafen“ wegen Verschuldung oder häufigem Schwarzfahren und reicht bis Totschlag und Mord. Die Vielzahl der Insassen sitzt aber wegen geringfügigerer Delikte ein. Was immer sie getan haben, in der Haft ändert sich das Leben für sie schlagartig: Alles ist reglementiert, alles hängt vom Vollzugspersonal ab. Warten, Einsamkeit, die Angst, die Angehörigen draußen zu verlieren, Monate, ehe eine Therapie beginnen kann ... Vieles bleibt ungewiss. Unterdessen bilden sich unter den Gefangenen Hierarchien – manchmal verbunden mit Gewalt und Unterdrückung – heraus. Keine guten Bedingungen, um den Weg zurück in ein straffreies Leben zu finden. Strafe allein hilft oder bessert aber nicht – es muss noch etwas Positives dazukommen: Die Chance zu einem Neuanfang, in der Gesellschaft wieder Fuß fassen zu können - mit Wohnung und Arbeit und Begleitung. Dass das gelingt, dazu kann jeder beitragen: Mit Besuchsdiensten, mit Briefen, mit Begleitung und vor allem mit Unterstützung nach der Haftzeit. Die diakonische Straffälligenhilfe bietet hier einen bunten Strauß von Hilfemöglichkeiten an. Auch wir, als Diakonie Riesa-Großenhain,  beteiligen uns an dieser Arbeit. So bieten wir in der JVA Zeithain mit drei Kolleginnen eine Suchtberatung an. Zudem gibt es für die Häftlinge, die eine Drogentherapie abgeschlossen haben, neuerdings die Möglichkeit der Nachsorgekoordination. Schön ist, dass es für die seelsorgerliche Betreuung eine Pfarrerin unserer Landeskirche sowie einige Ehrenamtliche gibt. Manche Ehrenamtliche sind auf den Rollstuhl angewiesen und wir haben bisher vergeblich versucht, einen Geldtopf zu finden, um diese Taxi-Fahrtkosten für diese Ehrenamtlichen bezahlen zu können. Wenn Sie diese Ehrenamts-Arbeit unterstützen möchten, dann können Sie gerne einen Betrag auf das angegebene Spendenkonto überweisen. KD-Bank: BIC: GENODED1DKDIBAN:DE39 3506 0190 1626 0100 12 oder Sparkasse Meißen: BIC: SOLADES1MEIIBAN: DE44 8505 5000 3043 0115 10

Bitte geben Sie als  Empfänger „Diakonie Riesa-Großenhain“ und als Verwendungszweck "Spende JVA“ an. Bereits mit 40 EURO kann eine Taxifahrt eines rollstuhlfahrenden Ehrenamtlichen finanziert werden.

Hans-Georg Müller Geschäftsführer der Diakonie Riesa-Großenhain